My work “Double Helix” for oboe, cello and 4 channel live-electronics (i used max 5 with SPAT and some CNMAT and xjimmies modules for electronic part) was performed yesterday by Hui-Chun Lin (cello), Arnfried Falk (oboe), Prof. Ipke Starke (mixing) and myself (electronics) in Leipzig. Here the text from program sheet (sorry, it’s in german only):

Die Double Helix (dt.: Doppelhelix) ist ein geometrisches Gebilde, das aus zwei Spiralen mit einer gemeinsamer Achse besteht und meist als Modell in der molekularen Biologie, besonders im Zusammenhang mit DNA (Desoxyribonukleinsäure – Träger der Erbgutinformation), verwendet wird. Ein DNA-Strang ist sehr lang, besteht aber nur aus wenigen sich wiederholenden Elementen, die – ausschliesslich durch ihre Reihenfolge – über das Erbgut und somit über alle physisch-biologischen Eigenschaften eines Lebewesens entscheiden.

Auf eine musikalische Form oder Struktur projiziert, lässt sich mit Hilfe dieser Denkweise ein Gebilde erschaffen, das nur über wenige „Bauelemente“ verfügt – aufgeteilt nach rhythmischen Ereignissen (lange Töne, Repetitionen, einzelne Ereignisse, Pausen), nach Dynamik, nach Tonhöhen (durch bestimmte Zentraltöne) und nach der Art der Klangerzeugung (Rauschen – Luftgeräusch/am Steg, normaler Ton, Verzerrung – Überblasen/erhöhter Bogendruck). Nur durch immer wieder wechselnde Zusammensetzung dieser Eigenschaften wird ein neues musikalisches Material hervorgebracht. Besonders interessant sind dabei die so genannten „Mutationen“ – Stellen an denen das klangliche „Erbgut“ sich entgegen der oben beschriebenen Gesetze verändert, um ein bestimmtes Ereignis besonders hervorzuheben oder auch bewusst zu unterdrücken.

Die elektronische Stimme wird wie ein solistisches Instrument behandelt. Als Klangmaterial werden aber (bis auf sehr wenige eingespielte Klänge) nur die live erzeugten Oboe- und Celloklänge verwendet.

Recording: